BAUM ARBEITEN

Der Baum als Archetypus

In dieser Werkgruppe, in der die „verstahlten“ Bäume im Mittelpunkt stehen, begegnen sich Naturnähe und bewusste Distanz zur Natur in einer spannungsvollen Gegenüberstellung. Der Baum erscheint als archetypisches Symbol, doch sein Körper wird von Betonstahl umfangen, geformt und weitergeführt. Teilweise direkt um echte Baumstämme gelegt und später in eigenständige, baumähnliche Skulpturen überführt, entsteht eine dichte, beinahe wuchernde Struktur aus metallischen Linien und Verbindungen.

Die Stahlelemente werden gebogen, geschichtet, verschweißt und zu einem Gefüge verdichtet, das sowohl an gewachsene Stammsysteme erinnert als auch an künstliche Konstruktionen, die sich von der Natur entfernen. In einigen Arbeiten trägt die Oberfläche eine Vergoldung, die den Kontrast noch verstärkt: das organische Vorbild bleibt erkennbar, gleichzeitig wird es in einen künstlichen, fast ikonischen Zustand überführt.

Diese Gegenüberstellung von Nähe und Ferne, von organischem Ursprung und technischer Überformung, macht die zentrale Spannung der Baum-Arbeiten sichtbar. Die Werke verweisen auf die tiefe Symbolkraft des Baumes, während sie gleichzeitig zeigen, wie menschliche Eingriffe seine Form transformieren, neu deuten und in ein eigenes, hybrides Skulpturensystem überführen.

– Betonstahl: Ø 8-30 mm
– Baumstämme
– Höhe: von 90 – 850 cm